Dienstag, 24. Februar 2015

Rezension zu "Ich fürchte mich nicht"

Deutscher Titel: Ich fürchte mich nicht
Autor:
Tahereh H. Mafi
Erscheinungsdatum:
19.07.2012
Verlag:
Goldmann
Seiten:
320
Preis:  16,99(HC)
ISBN-10:  3941139223






Klappentext:
Ihr Leben lang war Juliette einsam, eine Ausgestoßene – ein Monster. Ihre Berührung ist tödlich, man fürchtet sie, hat sie weggesperrt. Bis die Machthaber einer fast zerstörten Welt sich ihrer als Waffe bedienen möchten. Doch Juliette beschließt zu kämpfen – gegen die, die sie gefangen halten, gegen sich selbst, das Dunkel in ihr. An ihrer Seite ein Mann, zu dem sie sich unaufhaltsam hingezogen fühlt. Ihn zu berühren ist ihr sehnlichster Wunsch – und ihre größte Furcht ...

Meine Meinung:
Das Cover des Buches hatte mich sofort angesprochen. Auch der Titel und der Klappentext klangen wirklich gut. Ich liebe Dystopien und diese schien mal etwas Neues zu sein. Einige Dinge waren auch wirklich neu und stachen hervor, aber leider hat mir das Buch dann gar nicht gefallen. Der Einstieg ist total wirr. Normalerweise habe ich kein Problem damit, wenn der Leser direkt ins Gesehen gestoßen wird und die Geschichte an Fahrt auf nimmt, aber bei diesem Buch hat mir das gar nicht gefallen. Vielleicht weil es an einigen Stellen einfach zu undurchsichtig war und der labile Geisteszustand der Protagonistin hat es auch nicht besser gemacht.

Generell ist der Schreibstil der Autorin etwas eigen. Das Buch hätte schätzungsweise 100 Seiten weniger, wenn man alle Gedankengänge rausnehmen würde, welche eh durchgestrichen wurden. Gewiss, das Ganze ist mal etwas Neues und wirkt am Anfang wie ein interessantes Stilmittel, aber im Laufe des Buches verlor es dann doch etwas den Reiz für mich. Es störte meinen Lesefluss. Auch die wirren geistigen Sprünge waren auf lange Sicht eher nervig als begeisternd.
Außerdem beantwortet da Niemand eine Frage, welche ihm gestellt wird und daher wird alles irgendwie albern kompliziert. Dennoch an sich eine interessante Sache, aber etwas zu viel für mich…

Auch mit den Charakteren konnte ich überhaupt nichts anfangen. Einerseits soll Juliette ein gebrochenes und gestörtes – unglaublich nervig an einigen Stellen - Mädchen sein, kein Wunder bei der Vorgeschichte, aber anderseits hat sie immer wieder so taffe Momente, die nie zu Ende gedacht werden. Irgendwie hat sie mich einfach nur genervt. Ihre innere Zerrissenheit und ihr Aufmerksamkeitsdefizit („Ja, ich denke…Ohhhh schau mal ein Vogel“ ) haben sie für mich einfach zu einem nicht ernst zunehmenden Charakter gemacht. Auch die aufkommende Liebesgeschichte konnte mich eher weniger bis gar nicht überzeugen.


Fazit: Wie gesagt, leider hat mich das Buch nicht überzeugt. Ich hatte mir irgendwie mehr von der ganzen Geschichte erhofft. Der Schreibstil ist zwar wirklich mal was neues und auch recht interessant, aber einfach nichts für mich. Ich denke, aber wer sich damit arrangieren kann wird vielleicht gefallen an dem Buch haben. 
Ich glaube eher nicht, dass ich mir die folgenden Bände davon auch noch holen werde. . Eigentlich schade, weil auch die nachfolgenden Covern wirklich gut aussehen.




Kommentare:

  1. Oh wie schade, dass dir Band 1 der Reihe nicht so zugesagt hat. :(
    Ich fand das Buch echt toll und hab auch schon Band 2 & 3 im regal stehen.
    Naja vielleicht kann dich dein nächstes Buch wieder mehr mitreißen! :)

    Liebste Grüße
    Nina ♥♥♥

    AntwortenLöschen
  2. Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Bei mir war es genau umgekehrt - ich habe den Schreibstil geliebt. Am Anfang war ich zwar auch leicht verwirrt, konnte mich zum Glück aber sehr gut damit anfreunden.

    Liebe Grüße,
    Lady Moonlight

    AntwortenLöschen
  3. Ich finde es auch sehr schade, dass es dir nicht so zugesagt hat.
    Ich liebe den Schreibstil und finde, dass das Durchstreichen ein besonders gutes Stilmittel für Juliettes Verwirrung ist. ;)
    Aber so scheiden sich die Geister.

    Ganz liebe Grüße,
    Anna

    AntwortenLöschen

Über Kommentare freue ich mich immer sehr =)
Grüße Denise