Montag, 9. November 2015

[Rezension]Lilienfeuer

Autor: Alexandra Monir
Übersetzer: Michaela Link
Erscheinungsdatum:  8. September 2015
Verlag: cbj
Seiten: 352
Preis: 12,99
ISBN: 978-3-570-40274-0








Sieben Jahre ist es her, doch nie gelang es der 17-jährige Imogen jene Nacht zu vergessen, als ihre Eltern bei einem Brand im Garten des englischen Familiensitzes starben. Aufgewachsen in New York, gerät Imogens Welt abermals völlig aus den Fugen, als sie erfährt, dass ihre Cousine Lucia verunglückt ist und sie nunmehr das Erbe als Herzogin von Rockford antreten muss. In England erwarten sie nicht nur die ungewohnten aristokratischen Pflichten, sondern auch Sebastian, Imogens heimliche Liebe seit Kindheitstagen. Doch ihr Wiedersehen auf Rockford Manor wird durch die mysteriösen Vorkommnisse hinter den uralten Mauern überschattet: Waren die Todesfälle in ihrer Familie wirklich ein Zufall?


Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie besitzt einen sehr bildlichen Schreibstil und es gelang ihr die Atmosphäre des alten Herrenhaus, dem Schauplatz der Geschichte, gut einzufangen. Ich hatte das Anwesen mit seinen Gärten beim Lesen wirklich gut vor Augen.
Der Klappentext ist ein bisschen übertrieben. Ich als passionierte drei Fragezeichen Hörerin kann diesem Vergleich jetzt nicht wirklich zu stimmen.
Die Geschichte mit dem Adel und dem alten Haus fand ich wirklich sehr interessant. Ich persönlich interessiere mich nicht so für unseren heutigen Adel und das ganze Drumherum, aber ich fand die hierarischen Strukturen und das im Buch abgebildete Bild sehr interessant. Es war auf jeden Fall mal was Neues und damit war es wirklich sehr interessant für mich. Meiner Meinung nach wollte das Buch dann aber ein bisschen zu viel und hat Fantasie-, Historie-, Legenden-, Liebes-, Geister- und Kriminalgeschichte mit einander vermischt. Dabei wirkte jedes Einzelne etwas unausgereift und vor allem nicht ganz zu Ende gedacht. Die Geistergeschichte, welche in das Buch eingesponnen wurde, gefiel mir anfangs sehr gut…aber war mir dann doch zu unausgereift. Irgendwie wurde sie weder aufgeklärt noch richtig fortgesetzt. Das war schon ein bisschen seltsam. Auch die Sache mit der „Magie“ hätte nicht unbedingt sein müssen. Dadurch, dass zu viele Elemente in die Geschichte eingefügt wurden, hatte man als Leser ein bisschen das Gefühl das es an Komplexität fehlte.  Probleme wurden mit Magie gelöst, aber wenn man es etwas komplexer gestaltet hätte, dann hätte man es nicht so einfach lösen müssen.
Die ganze Zeit beim Lesen dachte ich wüsste wie das Buch ausgeht. Für mich war das irgendwie recht vorhersehbar, aber das Ende hat es mich dann echt überrascht. Das hat mir zwar gut gefallen, aber irgendwie kam das Ende doch sehr abrupt.
Die Charaktere waren schwer zu durchschauen und auch ihnen fehlte es irgendwie an Tiefe.

An Downtown Abbey mag das Buch vielleicht erinnern, aber mit Hitchcock hat das Buch gar nichts zu tun. Dafür war das Buch einfach nicht gruselig genug und richtig recherchiert und Spuren verfolgt wurden in dem Buch auch nicht. Es ist nicht schlecht, aber es ist auch nichts Außergewöhnliches. In ein paar Stunden lässt es sich recht entspannt einfach  so runter lesen. Es fehlt einfach an Tiefe… 





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Grüße Denise