Dienstag, 3. November 2015

[Rezension]Zwischen Licht und Finsternis

Autor: Lucy Inglis
Übersetzer: Ilse Rothfuss
Verlag: Carlsen
Seiten: 400
Reihe: ?


Preis: 19,99
ISBN:  978-3-551-52080-7

 



London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis

Momentan hatte ich fast nur Bücher, die schon allein mit ihren Covern gepunktet haben…auch bei diesem Buch ist es der Fall. Das gewählte Motiv ist mir sofort ins Auge gesprungen und ich habe zwar ein bisschen den Schutzumschlag vermisst, aber konnte mich dann auch mit dieser Variante anfreunden.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Sie strotzt vor phantastischen Ideen und lässt ein zweites London, in das sie Wesen aus Legenden einbindet, für ihre Leser entstehen. Der Einstieg in das Buch ist sehr zügig und spannend gestaltet. Das war bestimmt einer der besten Anfänge, die ich seit langem gelesen habe…Nicht viel zu viel Blabla, sondern es ging recht schnell zur Sache und war echt erfreulich. Schon nach wenigen Seiten findet man sich auf der dunklen Seite von London wieder und ich war ganz fasziniert von dieser neuen Welt neben der unseren. Leider, gelingt es dem Buch nicht die Spannung der ersten Seiten konstant die ganze Zeit über zu halten. Zwischendurch hat es mich nicht mehr ganz so gefesselt und ich musste wirklich kämpfen um weiter zu lesen. Hatte sogar überlegt es ganz aufzuhören...aber dann hat es mich zum Schluss doch wieder ein bisschen mehr gepackt und zu Ende lesen war dann nicht mehr so schwer. Viele der Ideen wirkten leider auch ein bisschen unausgereift. Da kann man noch einiges draus machen…

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Lily. Was mir an ihr sofort gefallen hat war ihr Wortwitz. Schlagfertigkeit ist eine Eigenschaft, die viele Autoren gern ihren Charakteren geben…aber es gelingt nicht jedem dies richtig umzusetzen, aber hier war es wirklich gut gemacht. Ich muss sagen, dass ich schon lange keinen so taffen weiblichen Hauptcharakter hatte wie Lily.  Sie stürzt sich quasi von einer Katastrophe in die Nächste und schafft es sich ständig durch ihre „waghalsigen“ – besser gesagt, ich denke nicht an morgen – Aktionen in Gefahr zu bringen. Aus der Gefahr schafft sie es aber leider selten alleine raus und daher wird sie dann ständig gerettet. Das fand ich ein bisschen zu sehr „Jungfrau in Nöten like“.  Außerdem war sie mir für alle ihre „Taten“ etwas zu jung. Ein bisschen was älter und nicht mehr zu Hause bei ihrem Vater lebend hätte das ganze mehr Sinn gegeben, aber gut…man soll ja bei Jugendbüchern was das Alter der Protagonisten angeht…am besten nie ganz kleinlich sein. Was unseren Helden, Regan, in weißer Rüstung angeht…na ja dieser ist natürlich ein tragischer Held. Die Beziehung zwischen den Beiden war mich nur teils überzeugt, einerseits fand ich sie ganz nett, aber anderseits war sie mir auch irgendwie zu oberflächlich. Als Leser fehlte einem so ein bisschen das Herzklopfen…


Das Buch verliert im Mittelteil stark an Spannung und konnte mich daher als Leser nur schwer fesseln. Das Ende wiederum hat mir dann besser gefallen, aber die Spannung vom Anfang war nicht mehr zu finden. Meine Gefühle zu dem Buch sind eher gemischt…Ich war mich zum Ende hin sehr unschlüssig wie diese Rezension hier überhaupt ausfallen würde. Ich sag es mal so, wenn man mit keinen hohen Erwartungen dran geht bekommt man eine wirkliche nette Geschichte geliefert. Die Autorin hat sich mit ihren Charakteren und der Welt wirklich viel Mühe geben und zwischendurch ist das Buch dadurch sehr atmosphärisch. Auch die Hauptprotagonisten sind sympathisch. Es sind gute Ansätze zu finden, aber es fehlt an Tiefe. Fall ein zweiter Teil erscheint werde ich ihn aber auf jeden Fall lesen. 



Kommentare:

  1. Huhu Liebes,

    mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich hatte das auch nicht so empfunden, dass es langweilig wurde. Aber das ist ja Geschmackssache. :)

    Liebste Grüße
    Sonja

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    1. Hey Sonja :)

      Zum Glück sonst wäre es ja total langweilig wenn wir alle das selbe schreiben würden ;)

      LG Denise

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Grüße Denise