Montag, 16. Mai 2016

[Rezension]Mein total spontanes Makeover und was dann geschah

Autor: Holly Bourne
Übersetzer: Nina Frey
Erscheinungsdatum: 22.04.2016
Verlag: dtv
Seiten: 560
Preis: 14,95

ISBN:  978-3-423-74017-3




Die 17-jährige Bree beschließt, ein spannenderes Leben zu führen, und startet einen Selbstversuch.
Dafür stellt sie fünf Regeln auf: 
• Attraktiv sein. 
• Mit anderen attraktiven Leuten befreundet sein. 
• Mit attraktiven Leuten ins Bett gehen. 
• Sich in jemand Verbotenen verlieben. 
• Ein absolutes Gefühlswirrwar durchmachen und einen Totalzusammenbruch erleiden.
Kann dieser Selbstversuch gut ausgehen?!? 
Bree, bislang eher ein Nerd, macht einen interessanten Versuch: Von einem auf den anderen Tag gibt sie sich ein Face-Over und versucht, mit völlig neuem Aussehen und Auftreten Anschluss an die angesagte Clique zu bekommen - um diese dann in einem anonymen Blog bloßzustellen.
Und das Ganze funktioniert… Nur hat Bree nicht damit gerechnet, dass sie 1. einige der verhassten Girlies richtig ins Herz schließt und sich 2. ausgerechnet in die Reihe derer einreiht, die für den beliebtesten Jungen der Schule schwärmen…

Stellenweise hat mich das Buch ein bisschen an den Film „Girls Club – Achtung bissig“ erinnert. Ich mochte den Film und seine Thematik damals recht gern. Auch im Buch läuft die Geschichte stellenweise gleich ab. Unbeliebtes Mädchen wird cool und verliert sich dabei ein bisschen selbst. Das Ende lass ich jetzt mal offen…Vielleser werden nicht unbedingt überrascht werden und natürlich greift das Buch dabei viele TeenieFilm Klischees auf, aber dass schmälert das Buch nicht unbedingt. Dass die Thematik im Buch ähnlich zum Film ist verrät einem schon der Klappentext, aber das Buch nur mit diesem Film zu vergleichen würde ihm definitiv nicht gerecht werden…Es schneidet teilweise sehr ernste Themen an und albert nicht mit ihnen rum.
Die Autorin ist unglaublich wortgewandt und hat einen tollen Schreibstil. So mogeln sich zwischen die Zeilen immer wieder Sätze, die sprachlich wirklich klasse sind und voller Sarkasmus tropfen. Diese Sätze sollen alle aus der Feder der Protagonistin Bree stammen. Zu finden sind sie vor allem in ihren Gedankengängen oder in den Blogeinträgen, die zwischen den Kapitel stehen, und die mir mit am besten gefallen haben. Ich finde, hier werden wichtige Themen wirklich gut auf den Punkt gebracht und durch diese Einträge wird das Buch noch zu so viel mehr als nur zu einem Teeniebuch. Man kann etwas daraus mitnehmen – für sich selbst. Damit hatte ich wirklich nicht so gerechnet und war davon sehr beeindruckt.
Mit Bree wurde ich schnell warm. Ich kann mich noch gut an meine eigene Schulzeit erinnern und weiß wie schwierig es teilweise sein kann. Tröste euch mit dem Gedanken, dass die Schule nicht ewig dauert und es zum Beispiel an der Uni großartig wird. Bree macht im Laufe des Buches interessante Entwicklungen durch. Ich fand es wirklich spannend das mit zu verfolgen, aber ich mochte sie dabei nicht immer…aber da sie sich selbst auch nicht mochte wurde sie dadurch wieder liebenswürdig. Ich hatte schon lange keinen mehr so reflektierten Charakter. Das war interessant...
Ach jetzt hätte ich beinah das Cover unkommentiert gelassen…Ich mag es total und ich glaube, dass es gerade wegen seiner Farbwahl gut zur Geschichte passt. 


Ich bin wirklich überrascht…Ich hatte eindeutig leichtere Lektüre erwartet. Natürlich es liest sich schön und allein die Seitenzahl hat dafür gesorgt, dass ich dafür zwei Tage gebraucht habe…aber es regt einen wirklich zum nachdenken an und sprachlich ist es einfach klasse. Ein wirkliches kluges Buch verpackt in eine rosa Hülle. 







 




 





 





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Grüße Denise