Dienstag, 9. August 2016

[Rezension]In einer Sommernacht wie dieser

Autor: Tanja Heitmann
Erscheinungsdatum: Juli 2016
Verlag: Oetinger
Seiten: 
368
Preis: 16,99

ISBN: 978-3-7891-3731-0




Als die 17-jährige Leo auf den undurchschaubaren Alexei trifft, gibt der ihr nicht nur Rätsel auf, sondern bringt auch ihre Gefühle ganz schön durcheinander. Doch dann passiert ein Mord, und Leo muss sich fragen, ob Alexei etwas damit zu tun hat. Dass sie trotzdem weiterhin an ihn glaubt, bringt sie am Ende sogar in Lebensgefahr. Aber es macht Leo auch stärker. Kann sie ihrer Liebe wirklich trauen?
"In einer Sommernacht wie dieser" von Bestseller-Autorin Tanja Heitmann verbindet atmosphärische Romantik mit einer guten Portion Thrill. 


Optisch ein wahrer Hingucker. Das Cover erinnert einen bei diesem Wetter schmerzhaft daran wie schön der Sommer eigentlich sein könnte.
Der Schreibstil der Autorin war irgendwie interessant. An einigen Stellen wirkte alles super poetisch und ich fühlte mich in einen Theodor Fontane Roman versetzt. Gefühle werden sehr blumig beschrieben und Orte werden sehr „episch“ geschildert. Mir war das schon ein bisschen zu viel neuaufgeflammte „Liebe“. Auf der anderen Seite überschwemmt die Autorin einen mit Anglizismen und der Jugendsprache. Diese Mischung fand ich persönlich nicht ganz passend.

Bei dem Buch handelt es sich um einen typischen Jugendthriller, indem die Liebesgeschichte den Thriller in den Hintergrund stellt. Auch die Mischung dieser beiden Elemente konnte mich nicht überzeugen und ist meiner Meinung nach auch nicht besonders gut gelungen. Es war einfach zu liebeslastig und der Thriller wirkte stellenweise rein gezwungen. Vielleicht hätte sich eine Liebesgeschichte ohne Mord auch ihren Zweck erfüllt.

Dennoch war der Geschichtsverlauf nicht unbedingt unspannend teilweise wenn der Thriller durchkam konnte die Geschichte mich schon an das Buch fesseln. Auch die Einschübe, die es immer wieder gab und die anfangs keinen Sinn ergaben, haben die Geschichte nicht uninteressant gemacht. Ihr ist es gelungen das ich trotz all dieser blumigen Gefühlsbeschreibungen am Ball geblieben bin und erfahren wollte was da jetzt Sache ist.
Auch bei den Charakteren, die im Mittelpunkt standen, war ich mir nicht ganz sicher was ich von ihnen halten soll. Leos Liebe erinnert einen eher an einen Wahn. Hätte mich nicht gewundert wenn sie schon nach zwei Minuten einen Schrein für Alexei gebaut hätte. Mit Alexei haben wir wieder eine gebrochenen von seiner Vergangenheit gequälte Seele…denn ich irgendwie die ganze Zeit unsympathisch fand. Vielleicht lag das aber auch nur an der Besessenheit von Leo. Dennoch mochte ich Leos taffe Art und ihren Kampfgeist. 

Stellenweise eher schwach. Aber trotz aller Fehler muss ich sagen, gab es zwischenzeitlich immer wieder Dinge, die das Buch dann doch sehr lesenswert gemacht haben. Einige Dialoge waren echt witzig und am Ende wurde es wirklich sehr spannend. Da konnte ich das Buch dann auch nicht mehr aus der Hand legen. 














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Grüße Denise